Danke, Eimsbüttel!

9. Februar 2015

Spendenübergabe des Vereins Osterstraße an „Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde“

Spendenübergabe des Vereins Osterstraße an „Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde“. / Eimsbüttler sammeln 3.000 Euro für Ältere im Stadtteil. / Aktiv für ein gutes gesellschaftliches Miteinander.

 

Hamburg. Mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2013 über 60 Jahre alt. Unter den Senioren gibt es viele, die gesellschaftlich aktiv sind, Freunde und Familie in der Nähe haben und denen es gesundheitlich und finanziell gut geht. Es gibt aber auch die anderen: Senioren, die im Alter einsam sind, medizinisch nicht oder schlecht betreut, finanziell in Nöten. Eine Studie der Hamburger Rechtsmedizin zeigte schon 2009, dass viele ältere Menschen in der Hansestadt schlecht versorgt sind, sich teils in einem alarmierenden Pflege- und Gesundheitszustand befinden – und das mitten unter uns. Um diesen Menschen zu helfen, gibt es seit fast fünf Jahren die von der AWO Stiftung Aktiv für Hamburg gegründete „Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde“.

Tatkräftige Unterstützung hat die „Aktion Augen auf!“ nun vom Verein Osterstraße und den Eimsbüttlern erhalten: In der Vorweihnachtszeit veranstalteten die Mitglieder des Vereins verschiedene Aktionen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. So zeigte unter anderem eine Lichtermeile auf, dass wir die Augen aufmachen müssen, weil es im Umfeld ältere – vielleicht hilfebedürftige – Menschen gibt. Gleichzeitig wurden mit dem Verkauf von Schoko-Adventskalendern 3.000 Euro gesammelt, die jetzt an die Aktion übergeben wurden. Claus Gotha, Vorstandsvorsitzender der AWO Stiftung Aktiv für Hamburg, sagt: „Wir bedanken uns bei allen, die uns damit unterstützt haben. Wir freuen uns sehr, dass der Verein Osterstraße so für unsere Sache getrommelt hat.“ Volker Wiem, aktives Mitglied des Vereins Osterstraße, fügt hinzu: „Ein gutes gesellschaftliches Miteinander im Stadtteil ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir uns dieses Mal entschieden, die „Aktion Augen auf!“ zu unterstützen – denn von einem guten Miteinander haben wir alle etwas.“

Schirmherren und Botschafter wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der ehemalige Erste Bürgermeister Henning Voscherau oder Ex-Tagesschausprecher Wilhelm Wieben unterstützen die „Aktion Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde“. Ziel ist die Unterstützung hilfsbedürftiger älterer Menschen in ihrem Umfeld und die Sensibilisierung der gesamten Bevölkerung. Zu diesem Zweck sind in mittlerweile fünf Hamburger Stadtteilen, unter anderem in Eimsbüttel, Stadtteilkoordinatoren eingesetzt, die kostenlose und individuelle Hilfe vor Ort anbieten und so ein Altern in Würde ermöglichen. Unterstützt werden die hauptamtlichen Kräfte von Ehrenamtlichen. Netzwerkpartner sind unter anderem die Ärztekammer Hamburg, der deutsche Hausärzteverband, die Stadt und viele mehr.

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