Neu in Steilshoop: AWO-Hilfsangebot für Senioren

25. März 2015

Bei der Eröffnung dabei waren auch AWO-Stiftungsvorsitzender Claus Gotha, Dorothee Martin von der GAGFAH Nord, die die Aktion fördert sowie Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff.

Ältere Menschen unterstützen und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit bewahren – das ist das Anliegen des neuen AWO-Beratungsbüros für Seniorinnen und Senioren in Steilshoop. Seit November 2014 hatte das Büro bereits seine Türen im Schreyerring geöffnet, nun wurde es offiziell eingeweiht.

Gäste aus der Politik, dem Wohnungsunternehmen GAGFAH, der Hamburger AWO sowie aus der Nachbarschaft kamen zur offiziellen Eröffnung des Steilshooper Beratungsbüros im Februar 2015 zusammen. Mit dabei waren auch Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, AWO-Stiftungsvorsitzender Claus Gotha sowie Dorothee Martin von der GAGFAH Nord, die die Aktion fördert. Claus Gotha betonte: „Alte Bäume pflanzt man nicht mehr um: Wir gehen in die Haushalte und helfen den Menschen dabei, in ihren eigenen Wohnungen in Würde alt zu werden.“

In dem neuen Hilfsprojekt arbeiten die AWO-Sozialstation Eimsbüttel und die „Aktion Augen auf!“ der AWO Stiftung zusammen. Das AWO-Team um Christine Seeburg und Sigrid Berg bietet einen offenen Treff und individuelle Beratung für ältere Menschen im Viertel an, unter anderem zur Pflege sowie zu sozialrechtlichen Angelegenheiten. Sie besuchen ältere Menschen in der Wohnung, helfen ihnen bei Behördengängen, organisieren Arztbesuche und geben Tipps zu Ernährungsfragen. Ziel ist es, Vereinsamung und Verwahrlosung im Alter entgegenzuwirken und das Umfeld dafür zu sensibilisieren. „Wir wollen die Aufmerksamkeit für die Sorgen und Nöte Älterer erhöhen“, sagt Sigrid Berg von der Sozialstation. „Es geht auch darum, Generationen zusammenzubringen, zum Beispiel durch einen ehrenamtlichen Besuchsdienst“, erzählt Christine Seeburg, die sich in der „Aktion Augen auf!“ hauptamtlich engagiert.

Hilfsbedarf in Steilshoop ist groß

Allein in den fast 2.000 GAGFAH-Wohnungen im nordöstlichen Stadtteil von Hamburg sind fast ein Drittel der Mieter älter als 65 Jahre. Dies stellt die Stadt und alle weiteren Verantwortlichen vor die große Herausforderung, dem demografischen Wandel gerecht zu werden – nicht nur in Steilshoop, sondern in ganz Hamburg. Daher ist das neue Beratungsbüro ein wichtiges Hilfsangebot für die Menschen im Stadtteil. Notwendig ist aus Sicht der AWO-Mitarbeiterinnen Christine Seeburg und Sabine Berg aber auch, sich mit anderen sozialen Organisationen vor Ort zu vernetzen. Zudem sollen ältere Menschen nicht nur im AWO-Büro und ihrer Wohnung beraten werden. Das Team plant auch ein vielfältiges Freizeitangebot unter anderem mit Vorträgen, Klönschnack und Tanzabenden.

Das AWO-Beratungsbüro Steilshoop ist dienstags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr vor Ort (Schreyerring 47-49, 22309 Hamburg) oder telefonisch unter 040/38 64 02 35 erreichbar.

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